Auswertung der Infoveranstaltung am 07.04.2016 bezgl. ARE und Bundespolizei sowie mögliche negative Entwicklungen für unsere Siedlung

Liebe Mitbewohner der Natosiedlung,

leider waren wir in der o.g. Infoveranstaltung nicht sehr zahlreich vertreten. Dies könnte vom Bürgermeister und dem Stadtrat so verstanden werden, dass uns Bewohnern ihre Politik egal ist und dass sie entscheiden können, was sie wollen. Das dies in den meisten Fällen zu unserem Nachteil ist, wurde ja schon oft genug unter Beweis gestellt. Solche Veranstaltungen sind immer eine gute Möglichkeit, den Herren von der Stadt seine Meinung mitzuteilen und unliebsame Entwicklungen anzusprechen. Je mehr potenzielle Wähler dies tun, umso effektvoller ist das Ganze. Deswegen hoffe ich, dass es kein Desinteresse bei euch war, sondern ihr nur aus wichtigen Gründen verhindert war.

An dieser Stelle eine kleine Zusammenfassung für alle unter uns, die an der zukünftigen Entwicklung unserer Siedlung interessiert sind.

Die wohl noch am ehesten positive Nachricht war, dass wohlwollend geprüft wird, ob am Übergang Kastanienstraße über die Pödeldorfer Straße eine Fußgängerbedarfsampel zum drücken aufgestellt wird. Ich persönlich hatte den Eindruck, dass eine kommen wird. Aber die Frage ist, wann das sein wird? Das wars dann aber auch schon mit den positiven Nachrichten.

Eine Glasfaserverbindung wird seitens der Stadt in den nächsten Jahren nicht eingerichtet, da es sich derzeit nicht lohnt, ein so kleines Gebiet anzuschließen. Einzige Möglichkeit zum Anschluss sehen die Stadtwerke dann, wenn alle Einwohner ein Vertrag zur Glasfasernutzung mit den Stadtwerken abschließen würden. Dies ist aber wohl nicht realistisch. Zudem bietet ja die Telekom VDSL an. Dies ist aus Sicht der Stadtwerke ausreichend. Leider ist die Telekom der einziger Anbieter und es gibt keine Auswahl. Aus meiner Sicht ist das kein zufriedenstellender Zustand für uns.

Die Bundespolizei kann ihren Flächenbedarf nicht genau benennen. Langfristig will sie möglichst wenig Flächen beanspruchen, um kurze Wege auf dem Gelände zu haben. Vorerst braucht sie jedoch sehr große Flächen, welche auch schwer eingezäunt werden müssen. Evtl. will die Bundespolizei sich sogar bis zur Autobahn ausdehnen und den Zugang zum Golfplatz wieder dicht machen. Es würde also so schnell keine Naherholungsflächen in Siedlungsnähe für uns geben. Außerdem benötigen sie voraussichtlich neben der Zollnerstraße noch weitere Zufahrten zum Gelände. Hier könnte die Kastanienstraße eine Möglichkeit zur Zufahrt für das Bundespolizeigelände werden und die verkehrstechnische Situation unseres einzigen Siedlungszugangs noch mehr verschärfen, insbesondere beim Aus- und Einfahren in die Pödeldorfer Str. kann es dann zu erheblichen Staus in den Stoßzeiten kommen. Hinsichtlich Bundespolizei also eher eine negative Entwicklung.

Eine weitere negative Entwicklung bzw. Grund zur Sorge ist, dass die Anwohner des Kapellenschlages (übrigens zahlreich vertreten) versuchen wollen, den Hauptausgang der ARE schließen und an andere Stelle verlegen zu lassen. Die Gründe hierfür sind sicherlich nachvollziehbar. Aber leider soll diese Verlegung des Hauptausgangs zu unseren Lasten erfolgen, den die Einwohner des Kapellenschlages wollen den Hauptausgang der ARE auf unsere Seite (Kreisverkehr) ansiedeln. Wir haben zwar dagegen argumentiert (einziger Zugang zur Siedlung wird enorm belastet, keine Ausweichmöglichkeit, stadtauswärts gelegen und keine Nahversorgung bei uns, einziger Fußverbindungsweg geht durch den Wald, viele junge Familien,…) und es wird auch noch eine kleinere Diskussionsrunde mit der Stadt dazu geben, aber die Gefahr der Umsetzung besteht. Damit würde unsere Lebensqualität noch einmal enorm gesenkt. Dies ist den Einwohnern des Kapellenschlages jedoch egal, da es um ihre eigenen Interessen geht. Deswegen müssen wir handeln und der Stadt und ihren Vertretern mit allen Möglichkeiten, zu jeder Gelegenheit zeigen, dass wir diese Öffnung auf das Schärfste ablehnen. Dabei zählt jeder einzelne, der seine Meinung in Briefen und Telefonaten bei den Verantwortlichen der Stadt zum Ausdruck bringt. Evtl. sollten wir auch eine Unterschriftenaktion starten. Was denkt ihr?

Wer kennt sich mit Unterschriftenaktionen aus und könnte die Organisation übernehmen?

 

Mit nachbarschaftlichen Grüßen

Alex S.